Claudia Ahrens, eine alkoholabhängige Hausfrau, steht vor Gericht, weil sie ihre 16-jährige Tochter Astrid in eine Glasplatte gestoßen haben soll, die ihr dauerhaft entstellende Narben im Gesicht hinterließ. Als einziger Zeuge gilt ihr Onkel Dieter Ahrens, der behauptet, die Tat beobachtet zu haben. Im Verlauf der Verhandlung kommen jedoch dunkle Familiengeheimnisse ans Licht: Astrid hatte gemeinsam mit dem Arzt Dr. Holger Gerdes, ihrem Liebhaber und Dieters Schwiegersohn, in der Vergangenheit recherchiert und am Tattag Familienvideos im Schuppen gefunden. Dr. Gerdes präsentiert schließlich ein gerettetes Video, das Dieter Ahrens in einem Streit mit Claudias Mutter Ulrike zeigt - ein Hinweis auf eine mögliche Vergewaltigung. Da Dieter ein klares Motiv hatte, die Vergangenheit zu verbergen, und seine Aussage erhebliche Glaubwürdigkeitsmängel aufweist, wird Claudia freigesprochen. Ein abschließender Einblendungstext informiert, dass Dieter Ahrens später wegen Mordes, Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.