Info, Astronomie
Leben aus dem All
Schwarze Löcher | Folge 1
arte
23.02.,
09:30 - 10:25
Infos
Originaltitel
Leben aus dem All
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
Immer mehr deutet darauf hin, dass Schwarze Löcher die Bedingungen für Leben geschaffen haben - und das bereits vor über zehn Milliarden Jahren und überall im Universum. Es gibt Hunderte Milliarden Galaxien im All und im Zentrum der meisten wird ein supermassereiches Schwarzes Loch vermutet. Sie wirken überall im Kosmos. Je weiter die Forscher zurück in die Vergangenheit blicken, umso größere Schwarze Löcher entdecken sie - Objekte mit Milliarden Sonnenmassen und enormen Jets, die viele Lichtjahre weit ins All strahlen. Mit diesen Jets haben Schwarze Löcher einst die Grundlagen für Leben geschaffen, behauptet die Astrophysikerin Aurora Simionescu, die am SRON Netherlands Institute for Space Research in Utrecht forscht. Sie hatte die Verteilung lebenswichtiger Elemente an unterschiedlichen Orten im Weltraum untersucht. Dabei stellte sie fest, dass diese Elemente überall vorhanden sind: Ob in Millionen Lichtjahren entfernten Galaxien, im leeren Weltraum zwischen den Sterneninseln oder in unserem heimischen Sonnensystem - überall im Kosmos lagen die lebenswichtigen Elemente im gleichen Mengenverhältnis vor. Es musste eine kosmische Kraft existieren, die die Elemente weit im All verteilte. Volker Springel vom Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching simulierte mit Supercomputern, wie diese Durchmischung des Alls mit den Elementen des Lebens stattfand. Aber Schwarze Löcher sorgen auch für stabile Galaxien mit lebensfreundlichen Regionen. Ohne das Schwarze Loch im Zentrum unserer eigenen Galaxie wäre auch das Leben auf der Erde nie entstanden. Dafür finden Forscher immer mehr Belege.
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