Themen: * Schock für Österreich: Wiener-Schnitzel aus Franken? * Täuschend echt: Dürfen Anscheinwaffen Spielzeug sein? * Verhinderter Eigenverbrauch: Solar-Anlagen abgeregelt * Igel in Not: Ehrenamtliche Auffang-Stationen überlastet * Ärger im Chemie-Dreieck: Stadt verklagt Konzern wegen PFOA Schock für Österreich: Wiener-Schnitzel aus Franken? Die Schockwellen dieser Nachricht haben in Wien vermutlich die Panade von den Kalbsschnitzeln gefegt. Was die Kulinarikhistorikerin Sabine Flöcklmüller herausgefunden hat, erschüttert die Grundfesten österreichischer Kulinarik-Gewissheiten: In einem Kochbuch von 1691 hat sie Belege gefunden, dass die Technik des Panierens nördlich der Alpen bereits bekannt war, bevor in Wien das Schnitzel angeblich erfunden wurde. Kann es wirklich sein, dass Österreichs Nationalgericht aus Franken stammt? Täuschend echt: Dürfen Anscheinwaffen Spielzeug sein? Für viele Jugendliche, die mit Waffen spielen wollen, ist der Reiz natürlich größer, je echter die Waffe aussieht. Doch was vielen nicht klar ist: Mit ultrarealistischen "Spielzeug"-Pistolen und Gewehren kann es schnell brenzlig werden. Immer wieder sorgen sogenannte Anscheinwaffen für Polizeieinsätze. Für die jungen Besitzer kann es gefährlich werden, wenn die Polizei nicht erkennt, dass es sich um ein Spielzeug handelt. Warum also sind diese täuschend echten "Spielzeuge" frei verkäuflich? Verhinderter Eigenverbrauch: Solar-Anlagen abgeregelt Wer Solarpaneele auf dem Dach hat, der lebt in Zeiten der unsicheren Energiepreise mit einem besonders erhabenen Gefühl: Unabhängigkeit. Zumindest wenn die Sonne scheint, können die Wirren des Strommarktes den eigenen Stromverbrauch nicht treffen, so dachten viele. Die Wahrheit sieht anders aus: Wird zu viel Strom produziert, klemmen Netzbetreiber immer wieder die Solaranlage ab - und zwar bevor sie Strom ins eigene Haus speisen kann. An besonders sonnigen Tagen hängen viele Solaranlagenbesitzer dann wieder am öffentlichen Stromnetz. Igel in Not: Ehrenamtliche Auffang-Stationen überlastet Mähroboter, Versiegelung und der Klimawandel sorgen dafür, dass es Igel immer schwerer haben. Entsprechend häufiger landen entkräftete Tiere in Auffangstationen und bei ehrenamtlichen Igelpflegerinnen. Die Stationen platzen aus allen Nähten. Damit trotzdem eine gute Versorgung der Igel gewährleistet ist, schreibt das Tierschutzgesetz einen Sachkundenachweis für Igelpfleger vor. Doch der könnte das Problem verschärfen: Teuer, aufwendig und damit für Ehrenamtler abschreckend sei der Schein, sagen Igelpflegerinnen. Die Folge: Für den Igel könnte der Winter hart werden. Ärger im Chemie-Dreieck: Stadt verklagt Konzern wegen PFOA Burghausen liegt in einer Region in Bayern, die ihr wirtschaftliches Fundament der Chemieindustrie verdankt. Dem Chemiedreieck bzw., laut Selbstbezeichnung, dem "ChemDelta Bavaria". 18 Unternehmen in Symbiose mit den Gemeinden vor Ort - doch das scheint sich gerade zu ändern. Burghausen klagt gegen einen Chemiekonzern. Der Grund: Die mit PFOA belasteten Böden führen zu hohen Kosten. Daran solle sich der Konzern als Verursacher beteiligen. Ein Zeichen, dass in der Region die Chemie nicht mehr stimmt?